1. Autonomes Frauenhaus Leipzig Frauenberatung Leipzig Frauennotruf Leipzig KIS Leipzig Verein Frauen für Frauen e.V.

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20 Jahre Frauen für Frauen e.V. Leipzig
- Das Jubiläum wird gefeiert mit Fest und Fachtag -

Am 18. Juni 1990 ließen wir unseren Verein unter dem programmatischen Namen Frauen für Frauen e.V. in das Leipziger Vereinsregister eintragen. Nach 20 Jahren möchten wir dieses denkwürdige Ereignis feiern.

  • Wir feiern die Ereignisse, die der Vereinsgründung voraus gingen.
  • Wir feiern die Aktivistinnen der ersten Stunde.
  • Wir feiern 20 Jahre Schutz von Frauen und Kindern.
  • Wir feiern den Aufbau von großen und kleinen Netzwerken.
  • Wir feiern programmatische Gipfel und finanzielle Tiefpunkte.
  • Wir feiern, dass wir da sind.
  • Wir feiern, dass ihr für uns da seid.

Am 23. Juni veranstalten wir den Fachtag "Vor, zurück, zur Seite, ran - und eins... - Wege und Umwege der Frauenorganisationen durch die gesellschaftliche Krise". Darin beschäftigen wir uns mit den aktuellen Herausforderungen von Frauenorganisationen. Im zweiten Vortrag werden wir einen Blick auf die Auswirkungen der aktuellen Krise auf Fragen der Geschlechtergerechtigkeit werfen.

Ein Höhepunkt der besonderen Art wird die Deutschland-Premiere des Dokumentarfilm ""Il Corpo delle Donne" (2009) der Filmemacherin Lorella Zanardo sein. Der Film führt uns die diskriminierenden und klischeehaften Darstellungen des weiblichen Körpers in den italienischen Medien vor Augen.

Die Tagungsgebühr beträgt 20 € / ermäßigt 15 €. Anmeldungen sind ab sofort möglich - bitte schriftlich an: Susanne Hampe, Notruf für vergewaltigte und sexuell missbrauchte Frauen und Mädchen, Tel.: 0341/3919791, Fax.: 0341/3910733, Mail: kontakt(at)frauennotruf-leipzig.de.

Auf Wunsch senden wir die Fachtagseinladung gerne als pdf oder Printversion zu. Sie können ihn auch hier herunterladen.

 

Zum Verein

Der Verein Frauen für Frauen e.V. wurde im Juni 1990 gegründet. In der Aufbruchstimmung der politischen Wende 1989 hatten sich engagierte Frauen zusammen gefunden, um für Leipzig die Einrichtung eines Frauenhauses durchzusetzen. Die Vereinsform ermöglichte die Beantragung von Projektgeldern, so dass das 1. Autonomen Frauenhaus Leipzig im November 1990 eröffnet werden konnte. Es war damit nach Berlin das zweite Frauenhaus in den neuen Bundesländern, das Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern Zuflucht, Sicherheit und Hilfe bot.

Die Eröffnung des zweiten Vereinsprojektes Beratungsstelle für Frauen Leipzig erfolgte zwei Jahre später. Damit wurde auf die vielfachen Anfragen von Frauen reagiert, die nicht die Angebote des Frauenhauses nutzen wollten, aber Beratungsbedarf im Bereich Trennung, Scheidung, Sorgerecht, Gewalt in der Partnerschaft etc. deutlich machten. Darüberhinaus bot die Beratungsstelle ehemaligen Frauenhausbewohnerinnen weiterführende Beratung und Unterstützung an.

Im Jahr 1999 trat die Stadt Leipzig an den Verein heran und bot die Weiterführung des bestehenden Frauennotrufes an. Nach Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und dem alten Trägerverein wurde der Notruf für vergewaltigte und sexuell missbrauchte Frauen und Mädchen Leipzig im Jahre 2000 als drittes Projekt des Vereins Frauen für Frauen eröffnet. Der Notruf versteht sich als Krisen-, Beratungs- und Fachstelle zur Thematik Sexualisierte Gewalt.

Durch die von den Mitarbeiterinnen des Vereins maßgeblich mitgestaltete Gesetzesreform „Bundesaktionsplan gegen häusliche Gewalt“ trat im Januar 2002 das sog. Gewaltschutzgesetz in Kraft. Im Zuge dieser Entwicklungen wurde im November 2003 die Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt Leipzig (KIS) unter dem Dach des Vereins eröffnet. Die KIS berät und informiert Frauen und Männern, die von häuslicher Gewalt und Stalking betroffen sind. Darüberhinaus ist sie für die Koordination und die Verbesserung des Leipziger Hilfesystems verantwortlich.

 
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